Mit Gezeter und Mordio

Quelle: Berner Rundschau

Wahlen Junge SVP startet Wahlkampf
Die Junge SVP will bei den Nationalratswahlen einen Wähleranteil von mindestens 2,5 Prozent erreichen. Das ist ein Prozent mehr als vor vier Jahren. «Wir wollen weiterhin die stärkste Jungpartei im Kanton Bern bleiben und einen höheren Wähleranteil als die CVP Kanton Bern», erklärte gestern vor den Medien Erich J. Hess, Präsident der JSVP, die angestrebten Ziele. Mit dem Übertrumpfen wolle die JSVP «die CVP in die Bedeutungslosigkeit verbannen».

Die Ziele seien realistisch, werde die JSVP doch einen aktiven Strassenwahlkampf «und einen noch nie dagewesenen Aufwand» betreiben. Zum «Aufwand» gehört auch das wilde Platzieren von Plakaten. «Wir verzichten auf die Miete von Plakatwänden, unsere Mitglieder werden die Plakate im ganzen Kanton anbringen», sagte Hess. Die Plakate seien modern gehalten. Die Slogans allerdings weniger: «Kriminelle Ausländer raus!», «Kein Geld für Sozial-Schmarotzer» gehören ebenso dazu wie «Keine Minarette in der Schweiz!».

Kampf gegen Minarette
Nach dem Baugesuch für ein Minarett in Langenthal und einem Gesuch für ein islamisches Grosszentrum in der Stadt Bern stelle sich die Frage, wie der Kanton Bern mit Forderungen muslimischer Minderheiten umzugehen hat, besonders dringlich, sagte der Langenthaler Patrick Freudiger, Vizepräsident der JSVP. Die Partei unterstütze die Initiative gegen den Bau von Minaretten. Bereits seien alle Regionalleiter der JSVP verpflichtet, 150 Unterschriften zu sammeln.

(uz)