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Berner Gemeinderat ist gegen Minarett-Plakate |
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Quelle: Der Bund Online, 16.10.2009Bern, Thun und Moutier reagieren gleich auf die Plakate der Minarett-Initiative. Sie empfehlen der Allgemeinen Plakatgesellschaft, sie nicht aufzuhängen. Auf ein Verbot verzichten die Städte jedoch. Der Gemeinderat hat der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG) empfohlen, die Plakate für die Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» nicht aufzuhängen. Er hat seinen Entscheid auf den Bericht der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) gestützt. Die Stadtregierung wünscht sich aber, dass die Städte in Zukunft «eine gemeinsame Haltung gegen diffamierende und diskriminierende Plakatkampagnen einnehmen», wie er gestern mitteilte. Auch Thun und Moutier dagegen Junge SVP spricht von Zensur Heftig reagierte die Junge SVP auf die Berner Empfehlung. Stadtrat Erich Hess (jsvp) bezeichnete diese als «Zensur wie in einer Diktatur». Tschäppät meinte dazu: «Wollte man von Zensur sprechen, müsste man das Plakat verbieten.» Der Berner Stadtpräsident hatte nach der Publikation des EKR-Berichts den Städteverband aufgefordert, auf eine einheitliche Position gegenüber den Plakaten hinzuarbeiten. Dort befand man aber, ein solcher sei nicht mehr möglich, nachdem mehrere Städte den Aushang erlaubt hatten. «Für die Bürger ist nicht nachvollziehbar, wenn das Plakat in Genf hängt, in Lausanne aber nicht», so Tschäppät. Der Luzerner Stadtpräsident Urs W. Studer schlug vor, dass der Städteverband eine «Taskforce» bilde. Dies werde in den nächsten Sitzungen des Verbandsvorstands diskutiert werden, sagte Martin Tschirrer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Anfang der Woche. (mra/sda) |